Freitag, 16. Februar 2018

Fensterplatz

Am Fensterbrett blühen gelbrote Tulpen. Draußen fällt Schneeregen, bedeckt die Beete im Vorgarten, wo unter der Erde hunderte Tulpenzwiebeln auf ihren großen Auftritt warten.  Einige zeigen bereits ihre Blattspitzen – mattgrün und fest in sich verschlossen, um sich vor der Kälte zu schützen. Ich lehne am Fenster und sehe mit meinem Tulpenstrauß hinaus ins Grau. Aufs nasse Steinpflaster, auf die nackte Erde. Und freue mich unbändig auf meinen Blumengarten.












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Dienstag, 13. Februar 2018

Helllicht

Sonnig, freundlich und warm wirken diese zweiteiligen Ohrringe aus Marillen- und Essigbaumholz auf mich. Ihr helles Strahlen kommt mir gerade recht nach einer Reihe trüber Tage. Habt ihr auch eine solche Sehnsucht nach Sonnenschein?









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Freitag, 9. Februar 2018

Vom Anfang

Im Anfang war das Wort, sagt die Bibel. Im Anfang war die Tat, entgegnet Goethe. Im Anfang war der Wasserstoff, schreibt Hoimar von Ditfurth über 13 Milliarden Jahre Weltgeschichte. Im Anfang war die Blume, sage ich. Wenn die Farben zurückkehren, wenn Triebe wieder sprießen, Ranken sich ranken, bunte Kronblätter sich entfalten, wenn Nektar lockt und Bienen fliegen, dann beginnt es neu, das helle, das schöne, das leichte Leben. Die Primel ist der Schlüssel zum Tor in den Frühling. Draußen unter der Schneedecke träumen ihre blassen Schwestern – hier drinnen leuchten die Primula vulgaris Hybriden hellwach und grell dem Neuanfang entgegen.













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Dienstag, 6. Februar 2018

Zitterzeit

Graue Wolken türmen sich seit Tagen am Himmel. Nachts ist es frostig. Die Kälte kommt zurückgekrochen - von den Hügeln, durch die Wälder, über die Donau. Zitternde Schneeglöckchen ducken sich ins Laub des Vorjahres. Im alten Nussbaum versammeln sich schwarz die Krähen. Bald schneit es. Und ich bin hungrig. Das bin ich immer, wenn es kalt wird. 
Weil sie so schön zur Rückkehr des Winterwetters passen, zeige ich euch heute diese Ohrringe aus Walnussholz und Ahorn. Die kühlen, matten Farbtöne wirken so winterlich verschneit. Ich mag ihre zarte Maserung und die klaren und dennoch so weichen Formen.











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Freitag, 2. Februar 2018

Blue Moon

Näher als sonst war der Mond Mittwochnacht der Erde. Als Supermond wird dieses Spektakel bezeichnet. Diesmal gab es gleichzeitig noch zwei weitere Mondphänomene zu bestaunen: Blue Moon, den zweiten Vollmond innerhalb eines Kalendermonats, und Blutmond, den Vollmond während einer totalen Kernschattenfinsternis. Weil der Himmel so klar war, konnten wir beobachten, wie der riesige Mond am Horizont aufging. Attila hatte die Kamera dabei, damit wir euch ein paar Fotos zeigen können. Die Szenerie mit den Robinien im Hintergrund erinnert mich ein wenig an die Savanne. 
Habt ihr den Supervollmond auch gesehen?






Dienstag, 30. Januar 2018

Wellengang

An den Sand am Ufer, dem sich das Gleiten der Wellen vorübergehend eingeprägt hat, erinnert mich der Zwetschgenholzteil dieser Ohrringe. Die feine Struktur und die cremigen Farbtöne haben etwas Sandiges an sich. Donausand? Meeressand? Und wenn der helle größere Teil aus Zwetschgenholz Sand ist, dann ist der kleinere Teil aus Schwarznussholz ein Boot... 
Das Licht hatte gestern eine fast mediterrane Wärme, die die Zeichnung und die Maserung der beiden Holzarten schön zur Geltung bringt. An dieses warme Licht könnte ich mich gewöhnen! Ich wünsche euch allen einen sonnigen Tag! 











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Sonntag, 28. Januar 2018

Vom Sprießen

Ich habe mir geschworen, nicht mehr ungeduldig zu sein. Nicht schon Anfang Februar jedes modrige Blatt umzudrehen um nach frischen grünen Triebspitzen zu suchen. Nicht in jedem Vogelgepiepse ein Frühlingslied zu vermuten. Nicht bei minus zwei Grad durch den Garten zu tigern und nach Knospen zu suchen. Und vor allem nicht mehr zu versuchen, Knospen mit den Fingern zu öffnen. (Ja, ich weiß, das klingt gar nicht lieb und nett, aber seit meiner Kindheit verspüre ich immer den Drang in Knospen hineinzuschauen und ein wenig nachzuhelfen, damit sie sich endlich öffnen. Zu eurer Beruhigung sei erwähnt, dass ich dem kaum mehr nachgebe.) In stoischer Winterstarre wollte ich verharren, Schneeweiß und Grau in Grau lieben lernen und abwarten und Tee trinken. 
Tja, was soll ich sagen – es ist wieder einmal so weit: Ich sehe überall nur noch Grün. Die verirrte, verwirrte Biene ist schuld, die mir am Donnerstag plötzlich um die Nase geflogen ist. In mir sprießt unaufhaltbar unbändige Frühlingslust. Jetzt ist es zu spät. Ich habe sie entdeckt, die ersten blühenden Schneeglöckchen im Auwald. Und im Garten knospen sie auch schon. Die Frühlingsknotenblumen, die Narzissen, die Tulpen strecken ihre Spitzen aus der Erde. Die Lenzrose, Helleborus orientalis, beginnt sich zu öffnen. Die Palmkätzchen werden immer flauschiger. Und die Magnolienknospen schwellen verheißungsvoll an. Die Vögel zwitschern plötzlich so hell, mein Herz stimmt ein. Und irgendwo dort hinten kichert er, der Frühling.















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