Dienstag, 19. September 2017

Sonnenstunde

Sie sind rar geworden, die warmen Momente. Eine Kaltfront jagt die nächste. Und dennochöffnet sich der schwarze Himmel manchmal und dann strahlt sie wieder, als wäre nie etwas geschehen. Und das ist es ja eigentlich auch nicht. Was kann denn die Sonne dafür, wenn sich ständig dunkle Wolken vor sie schieben! Für ein paar Minuten ist es dann Sommer. Mit dem Rücken zur Hauswand atme ich den Duft der Rosen und tanke Sonnenschein.

Diese Ohrringe sind aus Recyclingholz gemacht. Ich habe euch ja schon öfter von der alten Mahagonitreppe meiner Kindheit erzählt. Hier seht ihr wieder einmal ihre Reinkarnation. Die Upcycling-Ohrringe sind mit apfelgrünen Jadeperlen versehen. Ich mag die Zeichnung im Holz und die schöne Maserung.















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Freitag, 15. September 2017

Herbstrosen

Die üppigen Spätsommerrosen gleiten langsam in den Herbst. Fast wie zu Josef Strauss' Herbstrosen-Walzer - wiegend, mit regenschweren Häuptern, leuchten sie unter dem dunklen Himmel. Einem heißtrockenen Sommer ist ein bisher sehr kühler September gefolgt. Viele Blumen erholen sich jetzt erst von der erbarmungslosen Sonne. 
Ganz gleich ob es bei euch warm ist oder kalt, sommerlich oder herbstlich, sonnig oder verregnet ich wünsche euch ein schönes Wochenende!














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Dienstag, 12. September 2017

Unbeirrbar

Das 'Kleine Unkraut' ist mittlerweile ein Klassiker. Die runden Ohrringe mit den zarten Blümchen sind einer meiner besonderen Lieblinge. Einfach weil ich Unkraut mag: Ackerunkräuter, kleine Blüten am Wegesrand, filigrane Pflanzen in jeder Mauerritze in jeder Fuge. Nichts ist vor ihnen sicher. Die Menschen versuchen, sie auszurotten, sie loszukriegen, sie zu vernichten. Aber das gelingt ihnen nicht. Während sie wie besessen schaben, kratzen - oder noch viel schlimmer - mit Unkrautvernichtungsmitteln wild um sich sprühen, segeln sachte Löwenzahnsamen im Wind, verbreiten sich heimlich Ausläufer, verankern sich tiefe Pfahlwurzeln. Wir werden uns noch eher selbst vernichten mit unseren Herbiziden - denn das Unkraut ist unbesiegbar. Gerade der Mensch, der ja die größte Plage ist, die die Erde jemals heimgesucht hat, sollte Verständnis für den unstillbaren Lebensdrang dieser Pflanzen zeigen. Ich mag dieses beharrliche und dennoch so zarte Blühen sehr. Ein Hoch auf das Unkraut! 











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Freitag, 8. September 2017

Alinka

Rotwangig strahlt sie, ihr golddurchwirktes Haupt trägt sie hoch, die schöne Alinka. Eigentlich ist die  großblütige Rose vom Züchter Reimer Kordes Attilas Liebling da ich anfangs etwas skeptisch war. Orange Rosen sind nicht so meines. Alinka allerdings hat mit ihrem Einzug hier - oder eigentlich mit ihrem ersten Erblühen - mein Herz im Sturm erobert. Ihr feuriges Leuchten, der unvergleichliche Farbverlauf und dieser entzückende Hauch von Bonbonrosa, der ihren Liebreiz ausmacht, sind einfach unwiderstehlich. Hier seht ihr sie umgeben von Astern, Kokardenblumen, einer Pelargonie und zwei anderen Rosen - Abraham Darby und einem selbstgezogenen Steckling aus einem Blumenstrauß. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!


















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Mittwoch, 6. September 2017

Zwetschkenknödel

Ein Dessert, das die Süße des Sommers förmlich aufgesogen zu haben scheint und dabei bereits eine zimtig-warme Herbstnote anstimmt, möchte ich euch heute vorstellen. Dabei ist es kein Geheimnis und wahrscheinlich jedem bekannt. Weil es aber so unglaublich köstlich schmeckt und so schön zur Saison passt, erinnere ich euch daran, wieder einmal süße Knödel zu machen. Sie schmecken auch mit anderen Früchten der Saison, wie Ringlotten (das sind Mirabellen), Pfirsich oder Feigen (hier ist das Rezept), gut. Der Teig kann mit Erdäpfeln oder Topfen - für die Deutschen unter euch: mit Kartoffeln oder Quark - gemacht werden. Hier habe ich Topfenteig verwendet. Er geht einfach schneller und schmeckt sommerlicher; und mir fällt der Abschied vom Sommer ja Bekannterweise schwer...

Meine Variante ist außerdem mit Hafermehl, Zitronenschale und äußerst delikaten Müsli-Bröseln verfeinert. Lest selbst!





Topfenknödel mit Zwetschken


FÜR DIE KNÖDEL

5-7 Zwetschken (je nach Größe)
250 g Topfen (Quark)
1 Ei
1 EL Öl (zb Sesam, Walnuss oder Raps)
100 g Haferflocken
Zitronenschale


FÜR DIE BRÖSEL

100 g Haferflocken
50 g Mandeln
50 g Amaranthpops
40 g Kokosblütenzucker
1 TL Zimt
1 Prise Salz
30 g Butter


Den Topfen dem Öl und dem Ei verrühren. Die Haferflocken und die getrocknete Zitronenschale in einer Kaffeemühle oder einem Blender fein mahlen. Wenn ihr frische Zitronenschale verwendet, gebt den Abrieb einfach so zum Topfenteig. Nun das Hafermehl unter den Topfen rühren und die Masse 20 Minuten ziehen lassen. Inzwischen Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen und ein wenig Salz hinzufügen. 

Die Zwetschken waschen und abtrocknen. Aus dem Teig mit nassen Händen Kugeln formen, diese auf der Handfläche flachdrücken, je eine Zwetschke darauf setzen und die Frucht mit dem Teig umhüllen. Nach jedem Knödel die Hände waschen und nicht abtrocknen.
Die Knödel ins kochende Wasser geben, kurz kochen lassen und dann etwa 15 Minuten ziehen lassen.

Für die Brösel die Mandeln hacken. Dann die Butter in einer großen Pfanne zerlassen und die Haferflocken, die gehackten Mandeln und die Amaranthpops darin anrösten bis sie leicht gebräunt sind. Eine Prise Salz und einen Teelöffel Zimt hinzufügen. Den Kokosblütenzucker erst ganz zum Schluss unterrühren und die Pfanne gleich vom Herd nehmen, denn er verbrennt sonst leicht.

Jetzt die Knödel aus dem Wasser nehmen, gut abtropfen lassen und mit reichlich Bröseln servieren. 

Falls ihr die ausgefalleneren Zutaten nicht zuhause habt und keine Lust habt sie extra für dieses Rezept zu besorgen (mir geht es oft so), könnt ihr natürlich den Kokosblütenzucker durch normalen Kristallzucker oder Rohrzucker ersetzen. Die Amaranthpops müssen auch nicht sein. Einfach weglassen und etwas mehr Haferflocken oder Nüsse verwenden beziehungsweise durch Semmelbrösel ersetzen.











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