Sonntag, 31. August 2014

Die Apfelkönigin

Du bist was du isst? Du isst was gerade Saison hat? Dann weißt du, dass wir momentan in der Ära der Apfelkönigin leben. Bis Ende Oktober wird sie herrschen - süßsäuerlich, majestätisch und mit roten Wangen.




Fotos: Felix Ossmann

Freitag, 29. August 2014

Begegnungen am Wegrand

Die schönsten Blumen wachsen nicht in Parks. Es gibt sie auch nicht in Gärtnerein oder beim Diskonter an der Kassa zu kaufen. Sie stehen einfach am Wegrand, beleuchtet von der Abendsonne, und nicken uns zu. Sie riechen würzig nach Sommer und sind voll Zirpen und Summen und Surren.














Dienstag, 19. August 2014

Immer wieder Flieder

Fliederholz hat etwas Sommerliches an sich. Es ist so farbenfroh, hat eine so lebhafte Maserung und harmoniert perfekt mit Blau-, Türkis- und Grüntönen. Diesen Frühling und Sommer habe ich besonders viele Schmuckstücke aus Fliederholz gemacht. Einige sind hier zu sehen:

Ohrringe, Ohrstecker und Anhänger aus Fliederholz

Freitag, 15. August 2014

Saftige Belohnungen


Ich liebe farbenfrohes Obst, buntes Gemüse und duftende Kräuter und würde sie gerne den ganzen Tag essen. Wenn ich sie nicht alle einzeln essen will, presse ich mir einfach frische, köstliche Säfte daraus. Ich möchte hier, ein paar Wochen lange, einige meiner Lieblingsrezepte für diese saftigen Belohnungen teilen. Zuallererst schreibe ich ein bisschen über meine Erfahrungen mit dem Entsaften.






Die Geräte
Ich persönlich verwende einen sehr alten Entsafter, dessen Blütezeit wohl Anfang der Neunzigerjahre war. Das Ergebnis ist nicht immer perfekt und manchmal finde ich ganze Apfelspalten, die nicht entsaftet wurden (ein guter Tipp hierfür ist es, die Äpfel nicht zu klein zu schneiden, damit sie nicht unter den Messern durchrutschen). Um das Entsaften auszuprobieren oder gelegentlich einen gesunden Obst- oder Gemüsesaft zu machen braucht man sich auf jeden Fall kein teures Modell zu kaufen.
Im Notfall kommt man auch ganz ohne Entsafter aus! Dazu braucht man einfach nur einen Blender oder Standmixer, in dem man das Obst und Gemüse gut durchmixt, um es dann durch eine Stoffwindel oder ein grobmaschiges Geschirrtuch in eine Schüssel zu pressen. Diese Methode ist vielleicht ein bisschen anstrengender, sie funktioniert aber auch sehr gut und man muss danach keinen Entsafter zerlegen und reinigen.

Die Zutaten
Generell lassen sich Obst- und Gemüsesorten, die viel Wasser enthalten, mit besonders guten Ergebnissen entsaften. Es ist ratsam, immer ein paar sehr saftige Zutaten, wie zum Beispiel Äpfel, Orangen, Birnen, Gurken, Paradeiser oder Karotten zu verwenden, damit eine gewisse Menge an Saft zusammenkommt. Sehr aromatische Zutaten wie Ingwer, Zeller oder Petersilie können sehr schnell den Geschmack dominieren, also verwende ich sie immer nur in kleinen Mengen. Cremige Früchte, wie Bananen oder Avocados eigenen sich nicht so gut zum Entsaften und schmecken viel besser in Smoothies. Ein Vorteil ist, dass beim Entsaften die Textur der Früchte nicht so wichtig ist, also verwende ich oft mehlige Äpfel oder ältere Karotten und hebe mir die besonders guten zum Essen auf.

Die Vorbereitung
Ich schneide die Zutaten immer alle vorher in nicht allzu kleine Stücke zurecht, wasche sie, schäle sie zum Großteil nicht und lasse auch das Kerngehäuse drinnen (damit möglichst wenig verloren geht).Zutaten, die ich schälen würde, sind Zitrusfrüchte, Ingwer, Kiwis und andere Früchte, deren Schale einen Eigengeschmack hat.

Anrichten und Aufbewahren
Bunte Säfte kommen in einfachen Gläsern oder gläsernen Krügen am schönsten zu Geltung. Zur Aufbewahrung im Kühlschrank würde ich auch immer eine Glasflasche verwenden, da Glas geschmacksneutral ist und so die Qualität des Saftes bestmöglich erhalten bleibt.






autor





Dienstag, 15. Juli 2014

Unkrautbekämpfung mit Geschmack

Hirtentäschel


Wir lieben unseren Garten. Nur ist diese Liebe ziemlich extensiv, um es vorsichtig auszudrücken. Nein, verwöhnt wird er bestimmt nicht, unser Garten. Eher ein wenig vernachlässigt manchmal. So schön das Wachsen und Gedeihen ist, so langweilig sind Jäten, Vereinzeln, Ausgeizen, Hochziehen und tägliches Gießen.
So sieht das Ergebnis dann auch aus: Wildwuchs so weit das Auge reicht. Der Stärkere setzt sich dabei natürlich durch. Mit viel Wohlwollen könnte man so ein Beet auch als Mischkultur bezeichnen. Aber Chaos trifft es eher.




Und weil wir oft die verächtlichen Blicke der Nachbarn im Rücken spüren und manchmal die Gurken oder die Petersilie im Dickicht nicht finden, haben wir beschlossen, dem Unkraut zu Leibe zu rücken, es rücksichtslos zu vernichten. Die radikalste Form der Vernichtung, die uns eingefallen ist, hat zu diesem Plan geführt:

Wir essen das Unkraut auf!


Ja, denn während viele Kulturpflanzen anspruchsvoll und mimosenhaft sind und permanente Aufmerksamkeit brauchen, wächst Unkraut selbst bei monatelanger Trockenheit und auf harten und kargen Böden schneller als es dem tolerantesten Gärtner lieb ist. 


Gartenmelde

Natürlich ist nicht jedes Unkraut genießbar. Schau deshalb genau, informiere dich und bereite keine unbekannten Pflanzen zu.
Nicht zu übersehen und jedem bekannt ist die Brennnessel. Ihr kann gleich - am besten solange sie jung ist und vorsichtshalber mit Handschuhen - der Garaus gemacht werden. Ebenfalls geläufig sind Sauerampfer, Vogelmiere, Schafgarbe und Gartenmelde. Aus diesen Unkräutern lassen sich Suppen, Gemüse, teilweise auch Salate und Tees zubereiten. Anstatt Unkrautjäten ist jetzt Unkrauternten angesagt. Das macht mehr Sinn, mehr Freude, bringt neue Geschmackserlebnisse und ist die einfachste und günstigste Variante um an jede Menge Vitamine und Mineralstoffe zu kommen und gleichzeitig einen gepflegten Garten zu haben.


Also - auf die Teller, fertig, los!