Donnerstag, 18. Juni 2015

Heute trink ich Blumen

Ich habe mich, wie letztens versprochen, tatsächlich an den Verzehr der Taglilie herangewagt. Mit etwas Zuspruch von der klugen Alexia. Besser gesagt, ich habe sie getrunken, natürlich nicht ohne ein wenig von den Blüten zu naschen. Sie schmecken wie grüner Salat mit einem zarten Hauch exotischer Süße.
Demnächst werde ich die Knospen im asiatischen Stil in Öl anbraten.

Auch wenn das völlig logisch ist, erwähne ich es zur Sicherheit trotzdem: Bitte esst oder trinkt Blüten nur, wenn ihr euch hundert Prozent sicher seid, dass es sich um die richtige - nämlich essbare - Pflanze handelt!




PAUL GAUGIN-SMOOTHIE

1/2 Annanas
1-2 vollreife Bananen (je nach Größe)
1/2 Avocado
4 Taglilienblüten (Hemerocallis fulva)
1 Handvoll Spinatblätter
100 ml Kokosmilch
400 ml Wasser
1 kleines Stück Ingwer
etwas Vanillemark
1 Korn Kardamom

Alle Zutaten in einem Standmixer gut durchpürieren. Es können auch geforene Früchte verwendet werden, um die Smooties kühler zu machen bzw. einige Eiswürfel mitgemixt oder später einfach ins Glas gegeben werden. Die Mengenangaben sind für zwei riesengroße Smoothies oder für drei bis vier kleinere. Ihr könnt die Taglilienblüten auch weglassen bzw. sie nur als Dekoration verwenden.







Mittwoch, 17. Juni 2015

Little Wing

Well she's walking through the clouds
With a circus mind that's running 'round
Butterflies and zebras, fairy tales
That's all she ever thinks about

(Jimi Hendrix, 1967)






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Montag, 15. Juni 2015

Im Grünen

Juni

Der Frühling ist flügge
hat junggrüne Sommerflügel
die glänzen
im sattwarmen Morgen.
Auf seine neugrünen Leinwand
hat der alte Maler
blutroten Klatschmohn gemalt.
Schon öffnet sich das grüne Tor
schon fliegen wir
und blühen
wie pralle Knospen - 
aufgeplatzt -
ins schwüle grüne Leben.

(Veronika Bauer, 2015)




Die Blüte der gelbroten Taglielie ist, wie ihr Name schon sagt, orange, rot und gelb und verblüht ziemlich schnell. Dafür hat die Pflanze jede Menge davon und kann daher sogar bis zu sechs Wochn blühen. Hemerocallis fulva ist ihr wissenschaftlicher Name und bedeutet auf Griechisch Tagesschönheit. Das passt perfekt zu den leuchtenden Blüten dieser Lilie. Vulva bedeutet auf Latein rotgelb, braungelb, schimmernd oder funkelnd. 
Die Pflanze stammt ursprünglich aus Ostasien und breitete sich im 17. Jahrhundert durch Verwildern erst in England und schließlich in ganz Europa aus. Bei uns ist sie mittlerweile auch wildwachsend anzutreffen.
Der interessaante Teil kommt zum Schluss: In ihrer ursprünglichen Heimat Asien wird sie auch gegessen! Sowoh Wurzeln als auch Blätter, Knospen, Blüten und Samen werden gekocht, gebraten oder als Suppeneinlage verwendet. Einzig die Stengel sind nicht genießbar. Das muss ich unbedingt ausprobieren!
Vorher werde ich noch ein wenig recherchieren. Aber sobald ich mehr weiß, und die Tagesschönheit eventuell verkostet habe, werde ich hier davon berichten.









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Samstag, 13. Juni 2015

Sommer im Glas

Den Sommer kann man trinken! Und er schmeckt süß und frisch und gut. Und das beste - er ist voller Vitamine und gibt Energie für schwüle Tage und heiße Nächte. Die Zutaten für meinen Grünen Juni-Smoothie findet ihr unten. Die Menge ergibt zwei große Gläser.






HOT GREEN JUNE

 2 Bananen (gefroren) 
2 Orangen (ausgepresst)
2 Pfirsiche (gefroren)
200 ml Buttermilch
150 ml Wasser
1 Stück Ingwer
5 Blätter Grünkohl
5 Blätter Jiaogulan
einige Goji-Blätter
1 Zweig Rosamrin

Ich schneide im Sommer oft Bananen in Scheiben und friere sie ein. Die Pfirsiche hatte ich noch vom Vorjahr in der Tiefkühltruhe. Gefrorenes Obst ist eine gute Methode um den Smoothie cremiger und gleichzeitig auch kalt zu machen. Goji-Blätter sind die Blätter des Gemeinen Bocksdorn. Sie können auch weggelassen werden oder durch Spinat, Giersch etc. ersetzt werden. Wenn ihr keinen Jiaogulan habt, dann macht das ebenfalls nichts. Meiner wuchert zur Zeit wie verrückt :)
Gebt einfach alle Zutaten in einen Standmixer und püriert sie gut durch. Ich habe den Smoothie mit einer Ringelblume dekoriert. 




Freitag, 12. Juni 2015

Les Fleurs de la Chaleur

Seit zwei Wochen ist es heiß und sehr trocken. Im Innenhof ist es heiß, wie im mediterranen Raum - und voller Blumen. Ihre Blüte ist kurz und üppig, fast explodieren die Knospen. Und nach wenigen Tagen sind sie schon wieder verwelkt. Ich mag die heiße Zeit, das Verschwenderische, Intensive, Bunte. Hier habe ich ein paar Kinder des Sommers fotografisch eingefangen.








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Dienstag, 9. Juni 2015

Die Blüten der Hesperiden

Ich will ein Garten sein, an dessen Brunnen 
die vielen Träume neue Blumen brächen, 
die einen abgesondert und versonnen, 
und die geeint in schweigsamen Gesprächen. 

(aus dem Gedicht "Ich will ein Garten sein" von Rainer Maria Rilke)
















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Montag, 1. Juni 2015

Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft

How sweet the moonlight sleeps upon this bank!
Here will we sit and let the sounds of music
Creep in our ears. Soft stillness and the night
Become the touches of sweet harmony.

(William Shakespeare, "Der Kaufmann von Venedig")


Wie süß die Salbeiblüte in einer Vollmondnacht Anfang Juni duftet! Wie zart die Farben verrinnen und ins Blaue tauchen! Wie vorsichtig der Schatten das Licht umarmt! So zauberhaft, dass ich beim Fotografieren fast meine, Shakespeares Text zu hören :)














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