Freitag, 18. September 2015

Septembersonne

 Mein Blumenstrauß für das Wochenende leuchtet wie die Spätsommersonne. Üppig, warm und voll wirkt er auf mich. Sommerliche Blau- und Beerentöne mischen sich mit herbstlichem Goldgelb und Orange. Einige Blumen haben gerade Hochsaison, andere erleben eine späte zweite Blüte und freuen sich einfach noch einmal ihres Daseins.













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Mittwoch, 16. September 2015

Efeuüberrankt

Diese Ohrstecker sind aus Efeuholz gemacht. Sie sind cremefarben mit einer feinen Maserung. Das Holz wird nur äußerst selten als Werkstoff verwendet. Früher wurden manchmal Messergriffe, Spazierstöcke, Griffe für Regenschirme oder Intarsien daraus gefertigt.
Seit dem Altertum gilt Efeu als das Symbol der immerwährenden Treue, der Freundschaft und des ewigen Lebens. Mir gefällt die Idee, Schmuck aus einem kaum verwendeten Material zu tragen.














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Montag, 14. September 2015

Denn Bleiben ist nirgends

Falter, über die Kirchhof-Mauer 
Herübergeworfen vom Wind, 
trinkend aus den Blumen der Trauer, 
die vielleicht unerschöpflicher sind ...

Falter, der das geopferte Blühen, 
das nachdenklicher geschieht, 
in das unbedingte Bemühen 
aller Gärten einbezieht. 

(Rainer Maria Rilke, aus "Im Kirchhof zu Ragaz Niedergeschriebenes")









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Freitag, 11. September 2015

Die weiße Dahlie

Sie ist groß. Riesig. Und cremeweiß. Die weiße Dahlie hat etwas Altmodisches an sich. Vielleicht erinnert sie an bauschige Unterröcke, an Rüschenkrägen aus dem Rokoko und an Puffärmel. Findet ihr nicht auch, dass sie Nostalgie versprüht?










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Mittwoch, 9. September 2015

In meinem wilden Herzen

Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben!
Sie zu halten, wäre das Problem.
Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben,
wo ein endlich Sein in alledem? -

Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen
jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt:
Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen,
und das willig Liegende verschwimmt -

Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; -
aber auch in ihnen flimmert Zeit.
Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt
obdachlos die Unvergänglichkeit.



Rainer Maria Rilke, Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.









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Montag, 7. September 2015

Anhänglich

Dieses Geschöpf ist von oben betrachtet einfach nur ziemlich unscheinbar - ein kleiner brauner Falter. Blickt man ihm jedoch ins Gesicht, entdeckt man ein bizarres Wesen, das aussieht wie eine Mischung zwischen einer Federmaus und einem Teddy. Ich glaube, es handelt sich hier um einen Wurzelbohrer (Hepialidae), aber ganz sicher bin ich mir nicht. Auf jeden Fall ist er entzückend! Leider sind die Fotos nicht so gestochen scharf, da die Föhrennadel, auf der er saß, so im (ziemlich starken) Wind zitterte.







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MakroMontag

Freitag, 4. September 2015

Der König tanzt

Der Sonnenkönig feiert den Spätsommer und hat zum festlichen Reigen an seinen Hof geladen. Kerzengerade mischt sich seine Majestät* unter die illustren Gäste** und eröffnet den Tanz.

*   Königskerze
** Wilde Malve, Cosmea, Dahlie, Zinnie












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