Mittwoch, 10. August 2016

Gurken mit Dillsamen und Knoblauchblüten

Mögt ihr fermentiertes Gemüse? Ich liebe es! Es hat etwas so Erfrischendes an sich und ist so fein säuerlich-aromatisch. Milchsäuregärung ist schon ein toller Prozess der Haltbarmachung. Wusstet ihr, dass diese Methode bereits seit der Jungsteinzeit angewendet wird um Lebensmittel zu konservieren und bekömmlicher zu machen? Der Gehalt an Vitaminen und sekundäre Pflanzenstoffen ist in fermentierten Gemüsen sehr hoch und sie enthalten gesundheitsfördernde probiotische Bakterien. Mir macht es außerdem Spaß mit verschiedenen Gemüsearten und Gewürzen zu experimentieren. Mein absoluter Liebling ist dabei Kimchi (auf koreanische Art fermentiertes Gemüse), aber auch Sauerkraut, Rote Rüben (Rote Beete) und Gurken begeistern mich. Und da es momentan Gurken im Überfluss gibt, zeige ich euch heute meine Interpretation von Dillgurken. Auch wenn diese Gurken auch als Salzgurken bezeichnet werden, mag ich es gar nicht, wenn sie allzu salzig sind. Sauer ist gut, versalzen schmeckt mir nicht - aber da gibt es sicher auch andere Meinungen. Seid am Anfang lieber trotzdem zurückhaltend mit dem Salz.





Fermentierte Gurken 

1 Bügelglas

Einlegegurken
1 Zwiebel
1 Knolle Knoblauch-Brutzwiebeln*
1 Dolde Dillsamen
1 EL Pfefferkörner
20 g unjodiertes Meersalz

Die Gurken waschen, beide Enden abschneiden und je nach Größe ganz lassen, halbieren oder vierteln.
Die Zwiebel schälen und achteln, die Knoblauch-Brutzwiebeln schälen und die Pfefferkörner ein wenig zerstoßen. Nun alle Zutaten in das Glas schichten, das Meersalz in 1 L Wasser gut auflösen und die Lake über das Gemüse gießen, sodass es gut bedeckt ist. Wer möchte, kann einen sauberen Stein auf die Gurken legen, damit sie unter der Lake gehalten werden.

Nun wird das Bügelglas verschlossen und bei Zimmertemperatur für etwa 4 Tage an einen dunklen Ort gestellt. Es sollte dort mindestens 16 °C und maximal 24 °C haben. Sobald die Fermentation einsetzt, steigen kleine Bläschen an die Oberfläche. Durch den Druck kann das Kohlendioxid durch die Ritzen zwischen Deckel und Glas entweichen, gleichzeitig kommt jedoch kein Sauerstoff hinein, deshalb verdirbt das Gemüsenicht, selbst wenn Teile über die Lake hinausragen.

Nach 4 Tagen könnt ihr die Gurken bereits verkosten! Als Beilage - oder einfach so - schmecken sie einfach köstlich. Bewahrt das Glas danach im Kühlschrank auf.

* Knoblauch-Brutzwiebeln entstehen aus der Knoblauchblüte und befinden sich ganz oben an der Pflanze. Aus ihnen können neue Knoblauchpflanzen gezogen werden. Wer keine Brutzwiebeln zur Hand hat, verwendet einfach einige Knoblauchzehen.







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Dienstag, 9. August 2016

Am Waldesrand

Sein Boden von Waldmeister und Farn bedeckt, vereinzelt leuchten pinke Zyklamen, es duftet nach Moos, nach Rinde und feuchter Erde. So steht er hinter mir, schattig und groß, der Wald. Ich höre den kleinen Bach plätschern. Ein Vogel stößt schrille Alarmrufe aus. Dann Stille. Wo Sonnenstrahlen durch die Baumkronen dringen, tanzen goldene Lichtpunkte über die Heidelbeersträucher. Die Brombeeren sind bald reif und auch der Holler färbt sich langsam dunkel.

Meine Begleiter bei diesem hochsommerlichen Waldspaziergang sind diese Ohrringe aus Eibenholz. Eibe lässt mich immer an tiefe, dunkle Wälder denken. Hier gibt es eher Laub- und Mischwälder. Ganz gleich, jeder Wald ist schön - außer Monokulturen. Zurück zu den Ohrringen: Ich mag den honig- bis bernsteinfarbenen Farbton von Eibenholz und seine harmonische, schwungvolle Maserung. 






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Montag, 8. August 2016

Bitte, bitte ein Eis!

In mir wohnt ein Kind, das am liebsten dreimal täglich ein Eis möchte. Und am liebsten eines am Stiel. Diese Vorliebe ist mir tatsächlich aus der Zeit geblieben, als ich noch mit meiner Schwester ein Twinni geteilt habe. Eis am Stiel macht mich auf eine sehr sommerliche Art glücklich. Deshalb erfinde ich gerne neue Sorten. Diese Kombination aus Wassermelone, Banane und Kokos ist so schön nostalgisch pastellfarben. Was mich besonders begeistert ist, dass das Eis nach unten zu immer cremiger wird. Ganz oben beginnt es süß und gleichzeitig durstlöschend mit Wassermelone, dann folgt - schon etwas weicher im Mund - Banane mit zitroniger Komponente und schließlich zum Schluss der zart schmelzende tropische Abschluss aus Kokos, Limette und Zimt. Ach, ich könnte Luftsprünge machen vor Freude!




Wassermelone - Banane - Kokos-Eis

250 g Wassermelone
2 EL Birkenzucker

1 reife Banane
Saft einer halben Zitrone

150 ml Kokosmilch
Saft einer Limette
2 EL Birkenzucker
1 TL Zimt

Zuerst die Zutaten für das Wassermeloneneis pürieren und in die Eisformen füllen (ca. ein Drittel bis halb voll). Für etwa eine Stunde tiefkühlen. 

Danach die Zutaten für das Bananen Eis pürieren und so in die Formen füllen, dass oben noch Platz für die dritte Sorte bleibt. Die Stäbchen vorsichtig ins Eis drücken und wieder für etwa eine Stunde tiefkühlen.

Nun die Zutaten für das Kokoseis gut verrühren, die Eisformen aus dem Tiefkühler nehmen und die Stäbchen vorsichtig herausziehen. Die Kokosmasse randvoll einfüllen, die Stäbchen wieder ins Eis stecken und die Formen für einige Stunden tiefkühlen.





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Freitag, 5. August 2016

Gruß aus Eden

Die blassschöne Rose Pierre de Ronsard, auch Eden 85 genannt, trifft hier auf die pompöse Madame Pompadour. Die beiden schmiegen sich in eine Wolke aus Oreganoblüten und werden von Gladiolen umrankt. Mit diesem kleinen Strauß wünsche ich euch ein schönes Sommerwochenende!













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Mittwoch, 3. August 2016

Zwetschgen Kokosmilch Eis

Was ist cremig süß, schön kühl, fruchtig-säuerlich mit einer herrlichen Zimtnote und dazu noch so verführerisch schokoladig? Mhhh, ja - ein feines Eis aus vollreifen Sommerzwetschgen, feurigem Zimt und einem Hauch Südsee durch das exotische Aroma der Kokosmilch. Probiert es aus - ich bin mir ziemlich sicher, ihr werdet es lieben!


Zwetschgen-Kokosmilch Eis

10 Zwetschgen
150 ml Kokosmilch
3 EL Agavendicksaft
1 TL Zimt

für die Schokoglasur
2 EL Kokosöl
1 EL Kakao
1 EL Agavendicksaft


Die Zwetschgen waschen, entkernen und mit der Kokosmilch, dem Agavendicksaft und dem Zimt pürieren. Die Masse in Eisformen füllen und einige Stunden (am besten über Nacht) in den Tiefkühler stellen.
Das Eis kann natürlich auch in der Eismaschine zubereitet werden.

Für die Glasur das Kokosöl ein wenig erwärmen, sodass es flüssig wird. Das Kakaopulver und den Agavendicksaft unterrühren. Mit einem Löffel auf den tiefgefrorenen Eislutschern verteilen. Wenn nötig noch kurz im Tiefkühlschrank hart werden lassen.






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Dienstag, 2. August 2016

Meeressehnen

Wie gerne sehe ich mir eure Fotos vom Meer an. Von Häfen und Buchten und Inseln. Von Möwen, Seegras, Glitzerwellen, Gischt, Wolken, Booten und Häfen. Von Norddeutschland, Sardinien, Griechenland, Irland. Ja, es fehlt mir hier, das Meer. Und es gibt nichts Vergleichbares. Salziger Wind, Ebbe und Flut, ein ewiges Wogen, Urgewalt. 
Diese Ohrringe aus Zwetschgenholz sind dem Meer gewidmet und der Sehnsucht der Menschen nach seiner wilden Schönheit und seiner blauen Tiefe.







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Montag, 1. August 2016

Zwetschgenkompott mit Mangoldstielen

Die Sommerzwetschgen sind reif und vom vielen Regen wächst der Mangold so üppig, dass ich darin versinken könnte. Ich finde die bunten Stiele so schön und möchte sie nicht einfach wegwerfen. Sie lassen sich wie Spargel zubereiten. So mag ich sie kalt zum Abendessen mit Kurkumasauce. Diesmal wollte ich eine süße Variante versuchen. Schon das Schneiden dieser herrlich bunten Gebilde macht riesigen Spaß. 

Im Kompott erinnern sie mich ein wenig an Rhabarber. Sie geben dem Ganzen eine leicht herbe Note, aber ich mag das, denn ich bin ja sowieso nicht so der süße Typ. Attila allerdings meinte, dass er Zwetschgenkompott ohne Mangoldstiele doch ein wenig besser findet. Ich mag beides, allerdings nur zum Frühstücksporridge. 



Zwetschgenkompott mit Mangoldstielen

20 Zwetschgen
3 bunte Mangoldstiele
1-2 EL Birkenzucker
abgeriebene Limettenschale
1/2 TL Zimt
1 Nelke

Die Zwetschgen waschen, entkernen und in einen Topf geben. Die Mangoldstiele vom Blattgrün befreien - damit könnt ihr etwas anderes kochen (zB Spinat, Lasagne oder Suppe), waschen und in kleine Stückchen schneiden. Ihr werdet sehen wie hübsch diese Gemüse ist. Beim Schneiden entstehen viele Herzchen :)
Gebt die gewürfelten Stiele dann zu den Zwetschgen in den Topf. Fügt den Birkenzucker, den Zimt , die geriebene Limettenschale und die Nelke hinzu und kocht das Ganze etwas 10 bis 15 Minuten, bis die Zwetschgen zerfallen und die Mangoldstiele weich sind.











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